Viele Menschen können es ja gar nicht verstehen! Wie kann man nur Schlangen bei sich zuhause halten. Sie verbinden immer nur negative Eigenschaften mit dem Wort "Schlange". Sei es aus biblischer Sicht (die Schlange als Sinnbild fürs Böse) oder die Vorstellung, daß die Haut einer Schlange glitschig sei. Beides sind Argumente, die einfach nicht gewertet werden können. Daß es etwas Unheimliches an sich haben kann, wenn man die Bewegungsabläufe einer Schlange als Laie betrachtet, kann ich unter Umständen noch verstehen, da es mich selbst auch immer wieder fasziniert meine eigenen Tiere zu beobachten.

Diese Seite soll auch dazu beitragen, ein paar Vorurteile zu beseitigen und die Tiere etwas ins rechte Licht zu setzen. Sie soll aber definitiv nicht dazu beitragen jedermann zur Schlangenhaltung zu animieren. Denn dieses Hobby verlangt ein großes Maß an Verantwortung und eine gewisse Beziehung zu dem gehaltenen Tier.

Sollte man sich jedoch zur Anschaffung eines Tieres durchringen, so entstehen einige
- Welches Tier kommt am Anfang in Frage?
- Wie groß muss das Terrarium sein?
- Was gehört in ein Terrarium?
- Wo bekommt man gesunde Tiere? (Preis?)
- Wie erkennt man als Anfänger ob ein Tier gesund ist?
- Was fressen Schlangen?
Bitte generell am Anfang die Finger von Gifttieren lassen. Die Gefahr in die man sich begibt ist für den Anfänger nicht überschaubar und keinesfalls zu meistern. Damit sollte man erst nach jahrelanger Erfahrung beginnen. Außerdem ist es unabdingbar sich an einen erfahrenen Terrarianer zu wenden, der einem zur Seite steht.
Thamnophis sirtalis (Strumpfbandnatter), Elaphe guttata (Kornnatter), Lampropeltis getulus (Kettennatter)

Mehr Arten will ich an dieser Stelle gar nicht aufführen, denn die Auswahl an Tieren mit verschiedensten Farb- u. Zeichnungsvarianten von den o.g. Arten ist sehr groß. Außerdem sind das die Arten bei denen ich der Meinung bin, daß man sie einem Anfänger in die Hand geben kann, da sie es einem nicht gleich übel nehmen wenn mal kurzfristig irgendetwas nicht stimmt. Bei der Haltung müssen natürlich die der Art entsprechenden Haltungsbedingungen so gut wie möglich eingehalten werden.
Das ist eine Frage, bei der man, je mehr Leute man fragt, umso mehr verschiedene Antworten bekommt. Grundsätzlich kann man sagen, daß bodenbewohnende Schlangen, lange und flache Terrarien benötigen und baumbewohnende eher hohe mit vielen Ästen ausgestattete Terrarien. Die Größe hängt vom Alter, der Länge und der Anzahl der Insassen ab. Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll junge Tiere während der ersten Zeit in nicht allzu großen Behältern unterzubringen. Das kann zum besseren Fressverhalten führen. Sind die Tiere dann aber aus dem Gröbsten raus, so müssen sie ein Terrarium mit ausreichendem Platz und guten Versteckmöglichkeiten bekommen. Als Anfangsgröße wäre ein Volumen von ca. 60-80 Litern angemessen.
Die wichtigsten Einrichtungsbestandteile sind Wasserbecken, Heizung, Beleuchtung, Kletterast und Steine. Die Größe des Wasserbeckens hängt davon ab, ob die Schlange gerne badet oder das Becken nur zum Trinken benutzt. In den Artenbeschreibungen sollte meist näher auf die Bedürfnisse der Pfleglinge eingegangen werden.
Als Heizung kann man entweder auf Heizkabel bzw. Heizmatten zurückgreifen oder man regelt die Temperatur über die Beleuchtung (versch. Wattstärken der Glühbirne). Welche Wattzahl man benötigt hängt natürlich von der Größe des Behälters ab. Im guten Fachhandel oder auf renommierten Börsen bekommt man genauer Auskunft.

  • Die Schlange sollte züngeln, das ist immer ein Zeichen für Mobilität und Interesse.
  • Das Maul sollte nicht offenstehend sein, das könnte ein Zeichen sein für Mundfäule oder ähnliches
  • Sie sollte frei von Häutungsresten sein (Muß aber nichts über die Gesundheit aussagen)
  • Es sollten keine Verletzungen und Wunden an der Haut sein (Pilzbefall, Entzündungen, Eitergeschwüre)
  • Es dürfen keine Parasiten feststellbar sein (auch Schuppen an der Bauchunterseite überprüfen)
  • Es darf kein Geräusch durch die Atmung zu hören sein (Lungenentzündung, grippale Infektionen,...)
  • Nach Möglichkeit einen erfahrenen Terrarianer mitnehmen
Die meisten Arten gehen gerne an Mäuse. Man hat die Möglichkeit lebendes Futter anzubieten oder tiefgefrorene Mäuse als totes Futter zu nehmen (nat. aufgetaut). Letzteres hat den Vorteil, daß man keine extra Arbeiten hat wie z.B. Misten, Füttern oder sogar Züchten. Man kann sich einen gewissen Vorrat anlegen und bestellt einfach wieder nach wenn's knapp wird.
Man bekommt die Mäuse in allen Größen, Babymäuse, halbwüchsige und ausgewachsene Tiere. Die Adresse von der ich meine Vorräte beziehe könnt ihr per Email von mir haben.
Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis) fressen auch gerne Fisch, den man auch filetiert anbieten kann oder Rinderherz.
Man kann auch billige Fische aus dem Zoofachhandel anbieten, indem man sie im Wasserteil des Terrariums einsetzt.
Achtung: Man muß einer Schlange erstmal 2-3 Tage Ruhe gönnen, bevor man sie füttert. Die Fahrt ins neue Heim, die mit sehr viel Stress für so ein Tier verbunden ist, muß zunächst mal verdaut werden und ein bißchen Eingewöhnungszeit sollte man auch einräumen.